Zu viel verballert


Landesligist MTV Obernkirchen hat in eigener Halle gegen den Aufsteiger TuS Empelde beim 28:28 (12:10) die große Chance auf einen Sprung nach oben verpasst. Es war ein Punktverlust, so verharrt Obernkirchen auf dem zehnten Tabellenplatz.

Der Obernkirchener Patrick Beck hievt seinen Teamkollegen Ernestas Vajcis zum Torwurf in die Höhe. hga

Nach dem 28:20-Auswärtserfolg beim Hannoverschen SC hatte sich Obernkirchen einiges ausgerechnet. Die Rechnung war nicht grundsätzlich falsch, nur scheiterte der Gastgeber zu oft an der richtigen Lösung. „Ich bin mit dem Spiel und vor allem mit dem Ergebnis nicht zufrieden“, erklärte MTV-Coach Aleksandras Getautas. Ein paar Entscheidungen der Schiedsrichter hätten die Mannschaft aus dem Konzept gebracht, aber nicht jeder Spieler hätte seine Leistung voll abgerufen, so Getautas.

Es war vor allem in der ersten Halbzeit ein völlig zerfahrenes Spiel. Zwar freuten sich die Fans, als der MTV nach fünf Minuten 2:1 führte, die Anfangsphase also nicht verschlief und in Rückstand lag. Aber beim 2:2 der Gäste nach zehn Minuten war schon zu erahnen, dass die Chancenverwertung eine große Rolle spielen würde. Empelde war davon ebenfalls betroffen, blieb aber durch die Unfähigkeit der Gastgeber aus den Führungen eine Entscheidung zu erzwingen, im Spiel.

Der Aufsteiger hatte im Angriff überschaubare spielerische Mittel, die reichten aber, um eine nicht immer richtig zufassende Abwehr zu überwinden. Der MTV Obernkirchen erspielte sich gleich mehrfach Führungen, so beim 8:6 (24.), 16:13 (36.) und 23:21 (51.). Keine hatte lange Bestand, weil der Gastgeber klarste Chancen von allen Positionen – inklusive Tempogegenstöße – verschoss. Selbst das 24:21 (53.) durch den guten Muhammed Karabiyik brachte keine Sicherheit, der Torschütze ging unmittelbar darauf mit drei Zeitstrafen vom Feld. Die Gäste kämpften sich zurück und glichen aus. Ab der 59. Minute stand der MTV in Unterzahl und war am Ende froh über das Remis.

MTV: Butzke 6, Vaicys 6, Karabiyik 5, Beck 4, Tonkunas 3, Burghard 2, Quade 2.

Notiz:
Quelle: Schaumburger Zeitung